Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Deutlicher Sieg im Duell Meister gegen Aufsteiger: Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:0 (2:0)

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Auf dem Papier war es die Begegnung des Meisters gegen den Aufsteiger.
Doch die Partie war auf dem Platz alles andere als das Spiels des Favoriten gegen den Underdog. Denn die Hessen haben sich mit herrlichem Offensivfußball in der ersten Halbserie auf die oberen TabellenrĂ€nge gespielt und somit war es nicht verwunderlich, dass das Spiel des Zweiten gegen den Vierten am 22. Spieltag des Topspiel um 18:30 Uhr gewesen ist.

Nach der peinlichen Pleite gegen den Hamburger SV vor einer Woche hatten die Dortmunder Borussen vor heimischen Publikum einiges gutzumachen und wollten sich nach dem 2:2 in Donezk von der Champions League Euphorie gegen die Eintracht tragen lassen. Im Hinspiel gab es ĂŒbrigens ein fĂŒr den neutralen Zuschauer spektakulĂ€res 3:3-Unentschieden, nachdem der BVB zur Pause mit 2:0 in Front gelegen hatte. Und auch damals handelte es sich bei der Paarung um ein Spitzenspiel.

Drei Änderungen gab es in der Dortmunder Startelf. FĂŒr den rotgesperrten Robert Lewandowski spielte Julian Schieber im Sturm, Neven Subotic kehrte nach seiner Verletzung fĂŒr Tele Santana in die Abwehr zurĂŒck und Ilkay GĂŒndogan ersetzte Sebastian Kehl im defensiven Mittelfeld.

Als ich den Namen Schieber in der Startelf gelesen habe, musste ich an die FIFA13-Partie auf der PlayStation 3 mit Liam gestern denken. Er spielte mit der Borussia und mit Schieber und ich spielte die Eintracht. Der BVB siegte dank zwei Treffern von Julian Schieber mit 4:2 – ein gutes Omen fĂŒr Samstag Abend?

Ich war auf alle FĂ€lle etwas wehmĂŒtig, als ich die Live-Übertragung auf Sky verfolgt habe. Denn ich hatte die Option auf zwei Tickets fĂŒr das Spiel und habe diese Option zurĂŒckgegeben, da wir erst vergangene Woche im Westfalenstadion gewesen sind. Sei’s drum 🙁

Das Spiel begann vielversprechend. Auf Pass von Marco Reuss hatte Kuba ĂŒber rechts schon nach zwei Zeigerumdrehungen die erste Torchance, 120 Sekunden spĂ€ter hĂ€tte Reus zum 1:0 einschieben können. Klasse wurde es dann nach acht Minute: einen Pass von Ilkay GĂŒndogan lenkte Mario Götze auf Reus, der die FĂŒhrung fĂŒr den BVB markieren konnte. Und nicht eine Minute spĂ€ter war es erneut Marco Reus, der diesmal auf Pass von Mats Hummels das zweite Mal erfolgreich gewesen ist. Es war sein zehnter Saisontreffer.

Und wieder war sie wieder da: meine SchwermĂŒtigkeit ob der Tatsache, dass ich gemeinsam mit Liam im Stadion sein könnte und diesen fulminanten Auftakt der Borussia live erlebt hĂ€tte 🙁 Doch das Spiel der Dortmunder entschĂ€digte mich fĂŒr diese verpasste Gelegenheit, denn die Hausherren spielten vor einer absolut stimmgewaltigen Kulisse sehr gefĂ€llig und machten mir jede Menge Spaß.

Riesengroße Aufregung nach einer halben Stunde. Julian Schieber musste nach einer dummen und unnötigen rot-gelben Karte vom Feld und hat sich und seiner Mannschaft einen BĂ€rendienst erwiesen. Und wie gegen den Hamburger SV (vor einer Woche mit Robert Lewandowski) hat der BVB binnen sieben Tagen zweimal den StĂŒrmer verloren. Bitter fĂŒr Schieber, dass er sein Können nur dreißig Minuten unter Beweis stellen konnte.

Das Stadion kochte nach diesem Platzverweis – allerdings war die Entscheidung durchaus vertretbar. Gegen Mönchengladbach am kommenden Sonntag ohne Lewandowski und ohne Schieber kann Borussia Dortmund dann schon mal proben, wie die Mannschaft auch ohne StĂŒrmer und mit der Offensivreihe Reus, Kuba und Götze wirbeln kann. Und trotz Unterzahlspiel hatte Kuba in der 40. Minute das dritte Tor auf dem Fuß, verzog allerdings seinen Schuss.

Die 2:0-HalbzeitfĂŒhrung war alles andere als ein Ruhekissen und weckte Erinnerungen an das 3:3 in der Vorrunde. Allerdings wog der Platzverweis von Schieber schwer und der BVB musste all sein Können aufbieten, um den Platz nach neunzig Minuten als Sieger zu verlassen. Meine Nerven waren schon vor dem Anpfiff der zweiten HĂ€lfte arg strapaziert und ich war vorsichtig optimistisch, dass es 45 Minuten ein happy end geben sollte.

Der Platzverweis war den Borussen nicht wirklich anzumerken. Ab der 46. Minute beschrĂ€nkten sich die Schwarz-Gelben nicht nur auf’s Kontern, sondern setzten die Frankfurter gehörig unter Druck und die Partie sah nicht wie zehn gegen elf aus. Trotz Unterzahl gab es Pressing vom Feinsten beim BVB. Insbesondere Marco Reus, Jakub Blasczykowski und Mario Götzen spielte einige gute Gelegenheiten heraus. Und auch Mats Hummels und Neven Subotic kamen zu Gelegenheiten vor Trapps Tor.

Und die Dortmunder wurden belohnt. Mario Götze setzte sich nach einem Weltklasse-Pass von Ilkay GĂŒndogan durch und Marco Reus konnte das dritte Mal jubeln – 3:0 nach 65 Minuten. Unglaublich, welche Energieleistung die Dortmunder vollbracht haben. Anschließend kam Kevin Großkreutz fĂŒr Kuba ins Spiel. Ein Lob gebĂŒhrt auch dem Frankfurter Fanblock. Obwohl die Hessen als “Randalemeister” fĂŒr negative Schlagzeilen sorgen, haben die Fans die deutliche Schlappe mit fröhlichem Feiern und Anfeuern belohnt und sich “artig” benommen.

Wie im Spiel gegen den Hamburger SV vor einer Woche gab es auch heute wieder die DuplizitÀt der Ereignisse zum zweiten Mal: Frankfurts Inui musste nach 74 Minuten ebenfalls mit gelb-roter Karte vom Feld. Die PersonalstÀrke beider Mannschaften war somit wieder ausgeglichen. Moritz Leitner ersetzte acht Minuten vor dem Ende einen bÀrenstarken Mario Götze, der an zwei der drei Treffer beteiligt gewesen ist und vom Publikum mit Jubel verabschiedet worden ist.

Nuri Sahin wurde zwei Minuten vor Schluss fĂŒr den bĂ€renstarken Ilkay GĂŒndogan ins Spiel gebracht und wurde Augenzeuge eines Lattentreffers der Frankfurter Eintracht (89.). Es war aus Sicht der Hessen wie verteufelt: der Ball wollte einfach nichts Tor. Am Ende stand es deutlich 3:0 fĂŒr den Double-Sieger Borussia.

Borussia Dortmund hat mit einer wahren Energieleistung das Spitzenspiel deutlich fĂŒr sich entschieden. Es fĂ€llt mir schwer, einen Spieler aus der Mannschaft heute hervorzuheben. Es war einfach eine Demonstration der schwarz-gelben StĂ€rke. Leider gibt es in der Liste der Gewinner auch einen echten Verlierer. Und das sage ich ganz ohne HĂ€me: Julian Schieber ist nach seinem Platzverweis sicherlich der unglĂŒcklichste Spieler in ganz Dortmund und wird sich am meisten ĂŒber die beiden Verwarnungen innerhalb von vier Minuten geĂ€rgert haben.

Alle Tore von der Reus-Gala im Video

Hier gibt es alle Tore, Highlights und Höhepunkte in der offziellen Zusammenfassung von Sky Sport HD zu sehen.

Presseschau – nicht nur von Bloggern

Und das schreiben die anderen ĂŒber das deutliche 3:0:

Wir können auch anders (Any given Weekend)

BVB wahrt sein schönes Gesicht auch in Unterzahl (Rote Erde Blog)

BVB zerlegt Frankfurt in Unterzahl (Gib mich die Kirsche)

Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:0 (Spielverlagerung.de)

BVB: Dreierpack von Reus – BVB bezwingt Eintracht Frankfurt (Der Westen)

3:0 – Reus schießt Eintracht aus dem Stadion – auch Unterzahl kann BVB nicht stoppen (bvb.de)

Spitzenspiel gegen Frankfurt: 3:0: BVB brilliert in Unterzahl (Ruhr Nachrichten)

 

 

 

Autor: Marc

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